Unterrichtsmaterial zum Thema Kinderrechte

Unser pädagogische Koffer bietet den Schüler*innen die Möglichkeit, sich auf spielerische und partizipative Weise mit dem Thema Kinderrechte auseinanderzusetzen. Bei der Konzeption des Koffers wurde besonders auf die Inklusivität der Materialien geachtet. Die Spiele wurden daher mit Unterstützung einer Pädagogin entwickelt, die auf multiple Intelligenzen spezialisiert ist.

„Time’s Up“, „Tabu“, Rollenspiele, Pantomime, Domino oder Memory – alle mit Schwerpunkt auf den Kinderrechten – sind nur einige Beispiele für die angebotenen Aktivitäten.

Der Einsatz dieses Koffers soll Kindern und Jugendlichen helfen, sich ihrer Bedürfnisse bewusst zu werden und den Zusammenhang zwischen diesen Bedürfnissen und ihren Rechten zu verstehen.

Neben mehr als 20 Spielen enthält der Koffer kopierbare Arbeitsblätter sowie ein pädagogisches Begleitheft.

Diese für pädagogische Fachkräfte konzipierte Unterrichtsmappe fasst die wichtigsten Informationen zusammen zu:

  • die Konvention über die Rechte des Kindes,

  • den Zusammenhang zwischen nachhaltiger Entwicklung (Agenda 2030) und der Verwirklichung der Kinderrechte,

  • Hintergrundinformationen zu jedem der zehn vorgestellten Grundrechte.

Jedes Spiel enthält eine Spielanleitung mit Angaben zu:
Dauer, Zielgruppe, Schwierigkeitsgrad, benötigtem Material und Ablauf in der Gruppe.

Die Spiele richten sich an verschiedene Altersgruppen, sodass das Set von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren genutzt werden kann. Es ist zudem jederzeit möglich, die Spiele anzupassen, um sie für Jugendliche interessanter zu gestalten.

Schönheitsdruck und soziale Medien

In dem Workshop werden die Herausforderungen des Körperkults auf kindgerechte und interaktive Weise thematisiert. Kinder und Jugendliche wachsen in einer digitalen Welt auf, in der sie täglich mit optimierten Bildern und Videos konfrontiert werden, die durch Filter und Bildbearbeitungstechniken bestimmte Schönheitsideale propagieren. Die ständige Flut perfektionierter Bilder kann das Selbstbild erheblich beeinträchtigen und zu Unsicherheiten, Essstörungen oder sogar Depressionen führen. Plattformen wie Instagram und TikTok verstärken den Druck durch den Fokus auf Selbst- und Fremdvisualisierung.

Durch Selbsterfahrungs- und Gruppenübungen, Diskussionen und kreative Aufgaben werden Antworten auf zentrale Fragen erarbeitet: Was bedeutet Schönheit? Wer definiert sie? Wer leidet unter dem Schönheitsdruck, und wer profitiert davon? Wie kann eine größtmögliche Freiheit innerhalb existierender Schönheitszwänge aussehen? Ziel des Workshops ist es, den Schüler*innen Werkzeuge an die Hand zu geben, um selbstbewusst und kritisch mit dem Körperkult umzugehen und ihre Medienkompetenz zu fördern. Praktische Übungen und Techniken helfen dabei, sich selbstbestimmt gegen den Schönheitsdruck zu behaupten. Gleichzeitig wird solidarisches Handeln gefördert, indem die Kinder lernen, kollektive Ohnmacht zu überwinden, Konkurrenzdruck zu ent-lernen und gemeinsame Handlungsstrategien zu entwickeln.

Der Workshop dauert zwei Schulstunden sowie jeweils eine halbe Stunde Vor- und Nachbereitung mit dem Lehrpersonal und richtet sich an die Zyklen 3 und 4 der Grundschulen in Luxemburg-Stadt.