In dem Workshop werden die Herausforderungen des Körperkults auf kindgerechte und interaktive Weise thematisiert. Kinder und Jugendliche wachsen in einer digitalen Welt auf, in der sie täglich mit optimierten Bildern und Videos konfrontiert werden, die durch Filter und Bildbearbeitungstechniken bestimmte Schönheitsideale propagieren. Die ständige Flut perfektionierter Bilder kann das Selbstbild erheblich beeinträchtigen und zu Unsicherheiten, Essstörungen oder sogar Depressionen führen. Plattformen wie Instagram und TikTok verstärken den Druck durch den Fokus auf Selbst- und Fremdvisualisierung.
Durch Selbsterfahrungs- und Gruppenübungen, Diskussionen und kreative Aufgaben werden Antworten auf zentrale Fragen erarbeitet: Was bedeutet Schönheit? Wer definiert sie? Wer leidet unter dem Schönheitsdruck, und wer profitiert davon? Wie kann eine größtmögliche Freiheit innerhalb existierender Schönheitszwänge aussehen? Ziel des Workshops ist es, den Schüler*innen Werkzeuge an die Hand zu geben, um selbstbewusst und kritisch mit dem Körperkult umzugehen und ihre Medienkompetenz zu fördern. Praktische Übungen und Techniken helfen dabei, sich selbstbestimmt gegen den Schönheitsdruck zu behaupten. Gleichzeitig wird solidarisches Handeln gefördert, indem die Kinder lernen, kollektive Ohnmacht zu überwinden, Konkurrenzdruck zu ent-lernen und gemeinsame Handlungsstrategien zu entwickeln.
Der Workshop dauert zwei Schulstunden sowie jeweils eine halbe Stunde Vor- und Nachbereitung mit dem Lehrpersonal.