#realitycheck: Mädchen so, Jungs so? Soziale Medien und Geschlechterrollen
Der Workshop setzt sich mit Geschlechterrollen, sozialen Medien und Gleichberechtigung auseinander. Ausgangspunkt sind konkrete Aussagen, Bilder und „Regeln“, die Kinder aus ihrem Alltag kennen: Müssen Jungen stark sein? Sollen Mädchen lieb und hübsch sein? Wer darf bestimmen, wer muss sich anpassen und woher kommen diese Vorstellungen eigentlich?
Mit interaktiven Methoden und gemeinsamen Diskussionen untersuchen die Schüler*innen, wie soziale Medien solche Rollenbilder aufgreifen, vereinfachen und verstärken. Dabei geht es auch um die Frage, welche Ängste und Bedürfnisse hinter abwertenden oder einengenden Botschaften stehen können und welche vermeintlichen Lösungen sie anbieten. Gemeinsam entwickeln die Kinder faire Gegenstrategien und vielfältigere Vorstellungen von Stärke, Mut, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung.
Der Workshop führt altersgerecht an die Themen Maskulinismus und Antifeminismus heran. Ziel ist es, stereotype und hierarchische Geschlechterbilder als gesellschaftlich gemacht und veränderbar zu verstehen, ihre Auswirkungen auf Macht, Selbstbild und Beziehungen kritisch zu hinterfragen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, Dominanz, Abwertung und geschlechtsspezifischen Einschränkungen selbstbestimmt zu begegnen.
Der Workshop dauert zwei Schulstunden sowie jeweils eine halbe Stunde Vor- und Nachbereitung mit dem Lehrpersonal und richtet sich bevorzugt an die Zyklen 4.1 und 4.2 der Grundschulen in Luxemburg-Stadt.